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29.06.07

Stadler Rail Group: Mit Zug zu weiteren Erfolgen

Die Stadler Rail Group schliesst das Jahr 2006 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 787 Mio. und damit 30% über dem Ergebnis des Vorjahres ab. Der FLIRT, das jüngste Fahrzeug aus der Stadler-Familie, hat mittlerweile die Zulassung in der Schweiz, Italien, Deutschland und Ungarn erhalten, womit er auf vielen wichtigen Schienennetzen Europas eingesetzt werden kann. Seit seiner Lancierung im Jahr 2002 wurden bereits 333 Fahrzeuge verkauft. Jüngst konnte sich Stadler auch vermehrt mit ihren Strassenbahnmodellen Tango und Variobahn am Markt durchsetzen. 90 bzw. 161 Fahr-zeuge dieser Strassenbahntypen wurden insgesamt bereits bestellt. Im vergangenen Jahr erzielte Stadler einen Auftragseingang von rund CHF 1’400 Mio. Da-von entfallen 6% auf die Schweiz.

Die Kennzahlen: Auch im vergangenen Jahr war die Stadler Rail Group erfolgreich. Der konsolidierte Umsatz stieg 2006 gegenüber dem Vorjahr von knapp CHF 604 Mio. auf CHF 787 Mio. Damit konnte der Umsatz um 30% gesteigert werden und lag fast CHF 50 Mio. über dem Budget. Um diesen stark wachsenden Geschäftsgang zu bewältigen, wurden die Kapazitäten deutlich erhöht. Insgesamt stieg die Belegschaft von rund 1`430 auf 1`990 (Jahresdurchschnitt) und damit um knapp 40%. Davon sind 67 Mitarbeiter in Ausbildung. Das konsolidierte verzinsliche Fremdkapital liegt per Ende 2006 bei CHF 17 Mio. Im laufenden Jahr rechnet Stadler mit einem Bestellungseingang von CHF 800 Mio. und einem Umsatz von CHF 1’050 Mio., derweil die Belegschaft auf ungefähr 2`350 Mitarbeiter zunehmen dürfte. Markterfolge 2006: Die Stadler Rail Group war auch 2006 auf die Marktsegmente Regional- und S-Bahnverkehr sowie Strassenbahnen fokussiert. Zu den wichtigsten Aufträgen im letztgenannten Marktsegment zählten: -In der Schweiz der Rahmenvertrag mit der Baselland Transport AG und den Basler Verkehrs-betrieben über die Lieferung von 60 Trams des Typs Tango. -In Deutschland die Strassenbahnaufträge aus Bochum-Gelsenkirchen, München und Nürnberg über die Lieferung von insgesamt 42 Fahrzeugen (davon 6 Tangos). Dank dieser Aufträge konnte sich die Stadler Rail Group auch im Marktsegment der Strassenbahnen erfolgreich etablieren. Mit dem Gelenktriebwagen (GTW) und dem Flinken Leichten Innovativen Regional Triebzug (FLIRT) konnte Stadler ihre Position auf dem Markt der Vollbahnen weiter festigen und international erneut wichtige Ausschreibungen für sich entscheiden. So zum Beispiel: -Finnland: 32 breitspurige FLIRTs im Auftragswert von EURO 190 Mio. (CHF 300 Mio.) für die S-Bahn Helsinki. - Holland: 23 GTWs im Auftragswert von CHF 125 Mio. - Polen: 14 FLIRTs im Auftragswert von rund CHF 100 Mio. für die Regionen Masowien und Schlesien. -Algerien: 64 FLIRTs im Auftragswert von knapp CHF 600 Mio. für die S-Bahn Algier. -Deutschland: 25 FLIRTs im Auftragswert von ca. CHF 160 Mio. für das Hellweg-Netz in Nordrhein-Westfalen. Diese Aufträge stärken die internationale Ausrichtung der Stadler Rail Group deutlich. Die ausserhalb der Heimmärkte Schweiz und Deutschland getätigten Bestellungen stiegen 2006 auf 78% gegenüber 48% im Vorjahr. Mittlerweile hat Stadler folgende Anzahl Produkte verkauft: -FLIRT: 333, - GTW: 429,-RS-1: 354, -TANGO: 90, -Variobahn: 161. Infolge dieser Exporterfolge wurde auch die Division International ausgebaut. In Ungarn konnte bereits im Mai dieses Jahres das Wartungswerk in Pusztaszabolcs (Ungarn) in Betrieb genommen werden, derweil die feierliche Eröffnung des Werks Siedlce (Polen) für September geplant ist. Überdies wird Stadler Rail im laufenden Jahr eine Gesellschaft in Algerien gründen, um den Service und die Wartung der algerischen Flotte zu gewährleisten. Mittlerweile wurde in diese Standorte CHF 22 Mio. investiert. Ein weiterer Ausbau des Standorts Ungarn steht noch bevor. Die Zukunftsaussichten: Die beiden Heimmärkte Deutschland und Schweiz sollen auch in Zukunft im Fokus der Bemühungen stehen. Parallel dazu soll bis 2010 ein dritter Heimmarkt aufgebaut werden. Diese Expansion ist notwendig, um einen stetigen Auftragseingang zu sichern, welcher die aufgebauten Kapazitäten nachhaltig auslastet, Skalenerträge ermöglicht und die Wettbewerbsposition in den Heimmärkten sichert. Der Erfolg im Ausland bedingt überdies Kundennähe, weshalb ein gewisser Anteil lokal gefertigt wird. Die Hauptwertschöpfung wird aber nach wie vor in den Heim-märkten generiert (beim GTW und beim FLIRT liegt die in der Schweiz geschaffene Wertschöpfung bei 80%. Dasselbe gilt für den Strassenbahnbau in Deutschland). Als wichtigste strategische Zielsetzung will die Stadler Rail Group mit einem Doppelstocktriebzug in das Marktsegment „schwerer S-Bahn-Verkehr“ eindringen. Die Arbeiten zum neuen Dop-pelstockkonzept laufen auf Hochtouren. Ziel ist es, bei der SBB-Ausschreibung über die 3. Generation von Doppelstockzügen für den Agglomerationsverkehr in Zürich mit einer Offerte den Durchbruch zu schaffen. Personelles: Zur Verstärkung des 6-köpfigen Verwaltungsrats wird der Generalversammlung Herr Dr. Beat Lüthi zur Wahl vorgeschlagen. Der Ingenieur und ausgewiesene Technologieexperte bringt spezifisches Know-how im Verwaltungsrat ein, das seit den Rücktritten der Ingenieure Cronimund, Piffaretti und Martinsen im letzten Jahr fehlte. Dr. Lüthi ist Leiter der Division Laboratory von Mettler-Toledo und Mitglied von dessen Group Management Committee. Im Weiteren wurde das 5-köpfige Group Executive Board (GEB) zu Beginn des laufenden Jahres durch Vincenza Trivigno, Generalsekretärin, ergänzt. Das Erfolgsrezept: Mit ihrem Jahresergebnis hat die Stadler Rail Group bewiesen, dass Schienenfahrzeugunternehmen auch in Hochlohnländern wie der Schweiz und Deutschland international konkurrenzfähig sein können. Hierzu müssen indes gewisse Bedingungen erfüllt sein, namentlich: -Technologische und konzeptionelle Innovation. Beides sind unerlässliche Voraussetzungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn: Entscheidend ist nicht der Preis alleine. Vielmehr gilt es, das Verhältnis zwischen Preis und Leistung zu optimieren. Dank modularen Fahrzeugkonzepten entwickelt Stadler kundenspezifische Lösungen und fertigt massgeschneiderte Schienenfahrzeuge, welche zwar nicht billig, aber günstig sind. Entsprechend stetig investiert Stadler in die Neu- und Weiterentwicklung von Fahrzeugen sowie in die Optimierung von Produktionsabläufen. -Hohe Produktivität dank qualifizierter Arbeitskräfte und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen dank gesunder öffentlicher Finanzen und tiefer Steuersätze. Der Kanton Thurgau hat mit seiner liberalen Wirtschaftspolitik diesen Anspruch erfüllt, weshalb Stadler sich zu diesem Standort bekennt. Stadler Rail Group, die Systemanbieterin von kundenspezifischen Lösungen im Schienenfahrzeugbau, umfasst die Standorte Stadler Altenrhein AG, Stadler Bussnang AG und Stadler Winterthur AG sowie Stadler Pankow GmbH in Berlin und Stadler Weiden GmbH in Bayern. Im Weiteren hat die Stadler Rail Group einen neuen Standort für Endmontage in Siedlce, Polen, so-wie ein Unterhaltswerk in Pusztaszabolcs, Ungarn, eröffnet. Gruppenweit werden 2007 knapp 2350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die bekanntesten Fahrzeugfamilien der Stadler Rail Group sind der weltweit erfolgreiche Gelenktriebwagen GTW (429 verkaufte Züge), der Regio Shuttle RS1 (354 verkaufte Züge) und der Flinke Leichte Innovative Regional Triebzug FLIRT (333 verkaufte Züge). Mit den Produktfamilien Variobahn (161 verkaufte Fahrzeuge) und dem neu entwickelten Tango (90 verkaufte Fahrzeuge) hat sich Stadler auch im Strassenbahnmarkt erfolgreich etabliert. Schließlich stellt Stadler Reisezugwagen und dieselelektrische Lokomotiven her und ist auch weltweit der führende Herstellerin von Zahnradbahnen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Stadler Rail Group, Frau Vincenza Trivigno, Generalsekretärin, Telefon : ++41(0)71/626 20 34, Natel : ++41(0)79/430 69 68, Vincenza.trivigno@stadlerrail.ch, Fax: ++41 (0)71/626 21 28, www.stadlerrail.ch

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