26.04.05
Geschäftsabschluss 2004
Die Stadler Rail Group kann auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2004 zurückblicken. Nicht nur konnte der 1. FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) pünktlich ausgeliefert werden, zusätzlich konnte Stadler Pankow den 1. Strassenbahnauftrag mit den Produkten Variobahn und Tango gewinnen. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr auf 556 Millionen Franken markant gesteigert werden.
Der FLIRT, für den S—Bahnbereich konzipiert, hat sich bereits als neues Zugpferd der Stadler Rail Group etablieren können. Vom erfolgreichen Roll-Out des 1. FLIRT am 4. Juni 2004 bis heute wurden im In- und Ausland Ausschreibungen über 162 FLIRT-Züge gewonnen. Seit dem Fahrplanwechsel der SBB am 12. Dezember 2004 bewältigen die ersten FLIRTS den harten S-Bahn-Verkehr der Stadtbahn Zug mit einer ausgezeichneten Zuverlässigkeit. Auch bei der Ausschreibung der S-Bahn Budapest konnte sich Stadler im März 2005 mit 30 FLIRTS gegen harte internationale Konkurrenz durchsetzen. Gegen den Entscheid der Ungarischen Staatsbahn (MAV) ist ein Rekurs von Bombardier hängig. Stadler Rail ist jedoch zuversichtlich, dass dieser Rekurs abgewiesen und Stadler als Gewinner bestätigt wird. Geschäftsergebnis 2004: Zur markanten Ergebnisverbesserung haben neben Stadler Bussnang AG auch Stadler Altenrhein AG und Stadler Pankow GmbH beigetragen. Die Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die Auslieferung von 22 von 75 bestellten Gelenktriebwagen (GTW) an die Thurbo AG, 10 an die RM (Regionalbahnen Mittelland), 18 an die Griechischen Staatsbahnen für die Olympischen Spiele, 51 Regio-Shuttles nach Deutschland und 7 FLIRTS für die SBB zurückzuführen. Auch der erste Auftrag für Italien mit 8 dieselelektrischen Gelenktriebwagen konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Das traditionelle Nischengeschäft (taylor made) hat einmal mehr mit den Zahnradbahnen- und Meterspuraufträgen für die Wengernalpbahn, Berner Oberland Bahn, die Forch- und Trogenerbahn und 5 „Spatzen“ für die Zentralbahn zur guten Auslastung und Diversifikation beigetragen. Der konsolidierte Umsatz für das Jahr 2004 übersteigt mit 556 Millionen Franken die Erwartungen um knapp 25% (447 Millionen). Im Vergleich zum Vorjahr (322 Millionen Franken) konnte die Stadler Rail Group den Umsatz gar um 234 Mio. CHF steigern. Die Auslastung der drei Stadler-Werke ist im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Für das Jahr 2005 rechnet Stadler mit einem Bestellungseingang von 400 sowie einem Umsatz von rund 500 Millionen Franken. Die Zahl der Mitarbeiter konnte dank der guten Auslastung im Vergleich zum Vorjahr um 26% erhöht werden. Damit beschäftigte die Stadler Rail Group Ende 2004 an den drei Standorten Bussnang, Altenrhein und Pankow insgesamt knapp 1100 Mitarbeiter (Vorjahr 900). Für das Jahr 2005 wird mit einem weiteren leichten Anstieg gerechnet. Strategie und Organisation : Trotz dem nach wie vor anhaltenden Restrukturierungs- und Konzentrationsprozess in der Schienenfahrzeugbranche konnte Stadler kontinuierlich Marktanteile dazugewinnen. Dies ist auf die klare strategische Ausrichtung auf die Segmente Regional-, S-Bahn sowie Strassenbahn zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr gewann Stadler Pankow GmbH die Strassenbahnausschreibung Bochum/Gelsenkirchen über 36 Fahrzeuge. Dem Ziel, sich auch im Strassenbahnmarkt durchzusetzen, ist Stadler damit einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Stadler erwartet auch im Marktsegment Strassenbahn ein Wachstum analog den Segmenten Regional- und S-Bahn zu erreichen. In den nächsten Jahren will die Stadler Rail Group das Exportgeschäft weiter ausbauen. Aus diesem Grund wurde die Führungsstruktur der Stadler Rail erweitert. Neben den Bereichen Schweiz, Peter Spuhler und Deutschland, Michael Daum hat Jürg Gygax den neu geschaffenen Bereich International per Anfang Jahr übernommen. Er wird den Auf- und Ausbau der ausländischen Produktionsstätten und Partnerschaften führen. Zusätzlich hat er die Geschäftsführung der Firma Winpro AG übernommen. Dank dem gut eingeführten Produktportfolio erwartet die Gruppenleitung für die nächsten Jahre ein weiteres kontinuierliches Wachstum speziell auch in den internationalen Märkten. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herr Peter Spuhler, CEO und Inhaber Stadler Rail Group, Telefon: 071/626 20 34, Fax: 071/626 20 28.
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