01.07.03
Nun doch Schweizer Züge an den Olympischen Spielen 2004 in Athen
Der Stadler Bussnang AG ist es nach über einjähriger zäher Verhandlung gelungen, den gesamten Auftrag über 29 Triebzüge in die Schweiz zurück zu verlagern und komplett hier herzustellen. Die Fahrzeuge sind für die Olympischen Spiele 2004 in Athen bestimmt. Durch die Abänderung des Konsortialvertrags ist es nun gewährleistet, dass die Griechische Staatsbahn (OSE) alle 29 Gelenktriebwagen 2/6 noch vor den Olympischen Spielen erhalten werden. Die Schwachstelle vom Bewerbungsdossier von Athen war der chaotische Verkehr mit fast täglichen Verkehrskollapsen. Durch die Vergabe von sechs Rollmaterial-Aufträgen, einen davon an Stadler, wurde versucht, eine notwendige Entlastung durch den öffentlichen Verkehr für die olympischen Spiele 2004 in Athen zu erzielen.
Im Dezember 1999 erhielt Stadler den Auftrag für 29 Gelenktriebwagen GTW 2/6 von der Griechischen Staatsbahn OSE. Der Auftrag beinhaltete eine staatliche Auflage für einen lokalen Fertigungsanteil von 20%. Die Vorgabe in der Ausschreibung lautete, dass dieser Anteil durch die Hellenic Shipyards (HSY) übernommen werden muss. Diese Auflage galt auch für die fünf vergebenen Aufträge an Siemens und Bombardier. Dadurch waren alle Fahrzeughersteller gezwungen, ihren vorgeschriebenen lokalen Fertigungsanteil in einer Schiffswerft abzuwickeln. Für den Einsatz im Grossraum Athen sind 17 normalspurige Gelenktriebwagen 2/6 vorgesehen, während die restlichen 12 Fahrzeuge als Meterspurausführung auf dem Peloponnes verkehren werden. Die neuen Fahrzeuge stellen ein wichtiges Standbein des Transportkonzeptes der OSE für die Olympischen Spiele 2004 in Athen dar. Von den sechs Aufträgen werden durch diese getroffene Massnahme allein die 29 Gelenktriebwagen 2/6 von Stadler rechtzeitig geliefert. Von den anderen fünf vergebenen Aufträgen werden nur Teile davon im Einsatz stehen. Dem griechischen Konsortialpartner Hellenic Shipyards (HSY) war es bis heute nicht möglich, den vertraglich definierten Lieferanteil zu erfüllen. Stadler hat vor 1 ½ Jahren die ersten Aluminiumkasten zur Endmontage in die Werft angelieferten. Sie stehen bis heute unverarbeitet auf dem Areal ausserhalb von Athen. Das hat Stadler bereits im Dezember 2002 dazu bewogen, 10 der 29 Gelenktriebwagen komplett in die Schweiz zurück zu nehmen. Stadler konnte bereits im Oktober 2002 den Roll-Out des ersten Gelenktriebwanges hier in Bussnang vollziehen. Bis Ende Jahr werden alle 10 Fahrzeuge nach Griechenland geliefert. Am 26. Juni 2003 unterzeichnete nun die Stadler Bussnang AG zusammen mit den Konsortialpartnern Bombardier und HSY einen Vertrag, in dem festgehalten wird, dass die restlichen 17 Gelenktriebwagen zurückgenommen werden. Die Prototypen wurden bereits in der Schweiz gefertigt. Sämtliche anfallenden Fertigungskosten des von Stadler zusätzlich übernommenen Lieferanteil sind vollumfänglich durch Bankgarantien abgesichert. Dem Einsatz des über 330-mal weltweit verkauften Gelenktriebwagens steht nun auch nichts mehr im Weg, einen Beitrag zur Behebung der Verkehrsproblematik während den Olympischen Spielen 2004 in Athen zu erbringen. Der Gelenktriebwagen wurde bis heute weltweit 330mal verkauft. Das Fahrzeug baut auf einem modularen Konzept auf, welches aber den einzelnen Kunden genügend Freiraum lässt Ihre spezifischen Anforderungen zu verwirklichen. Die Stadler Rail Group, der Schweizer Systemanbieter von individuellen Lösungen im Schienenfahrzeugbau, umfasst neben der Stadler Bussnang AG, die Stadler Altenrhein AG, und die Stadler Pankow GmbH, in Berlin. Gruppenweit werden insgesamt ca. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem weltweit erfolgreichen Gelenktriebwagen und dem Regio Shuttle RS1 mit ca. 300 verkauften Exemplaren, stellt die Stadler Gruppe Reise-zugwagen und dieselelektrische Lokomotiven her. Darüber hinaus ist Stadler weltweit der führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen und führt auch Modernisierungen und Umbauten von Schienenfahrzeugen durch. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herr Klaus Potocnik, Mitglied der Geschäftsleitung, Telefon: 071 / 626 87 49, Fax: 071 / 626 20 21