10.06.03
Roll-Out des ersten Regionalzuges GTW 2/6 für die Regionalverkehr Mittelland RM AG
Mit dem Roll-Out des ersten Gelenktriebwagens GTW 2/6 für die Regionalverkehr Mittelland AG wird wieder ein neuer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des von Stadler entwickelten Gelenktriebwagens (GTW) erreicht. Der neue Regionalzug der RM überzeugt nicht nur durch ein innovatives Innendesign, sondern auch durch neue Qualitäten und höhere Leistungen im Antriebsbereich.
Im Dezember 2000 gewann die Stadler Bussnang AG eine internationale Ausschreibung der Regionalverkehr Mitteland AG (RM) über die Lieferung von 8 elektrischen Gelenktriebwagen 2/6 und 3 Steuerwagen mit Optionen. Dank der Modularität des Fahrzeuges und der Einlösung der Option wurde die Bestellung schlussendlich umgewandelt in einen Vertrag über die Lieferung von 6 Gelenktriebwagen GTW 2/6 und 7 Zügen des Typs GTW 2/8 mit zusätzlichen Zwischenwagen und erhöhtem Sitzplatzangebot. Das Auftragsvolumen beträgt ca. 68 Millionen Schweizer Franken. Durch die Beschaffung der neuen Züge kann die RM ihren Einsatz optimieren, den Fahrzeugpark vereinheitlichen und so die Eigenwirtschaftlichkeit verbessern. Zusammen mit dem anspruchsvollen Kunden ist es gelungen ein Fahrzeug zu entwickeln, welches trotz standardisierter Plattform die Bedürfnisse der Fahrgäste optimal abdeckt. Die neuen Gelenktriebwagen GTW bestechen durch ein attraktives Aussendesign und innovative Innenraumgestaltung. Das Sitzplatzangebot beträgt 103 (GTW 2/6) resp. 163 (GTW 2/8) Plätze. Erstmals wird bei diesen Zügen eine Traktionssausrüstung (mit erhöhter Antriebsleistung von 1100 kW) von ABB Automation Schweiz und Traktionssysteme Austria eingebaut, um die hohen topographischen und betrieblichen Anforderungen der Linien der RM AG vollumfänglich zu erfüllen. Die Konkurrenz des Regional- und S-Bahnverkehrs ist der motorisierte Individualverkehr. Dieser Erkenntnis folgend muss auch der RM-GTW dem Komfort eines modernen Mittelklasse-Privatwagen entsprechen, weshalb Klimaanlage, hochwertige Sitze und ansprechende Materialien eine hohe Priorität geniessen. Bei der Innenraumgestaltung wurde auf beruhigende Farben und natürliche Materialien geachtet, welche den Raum übersichtlich, aber dennoch gemütlich anmuten. Dank der gewählten Niederflur-Technik wird nun auch mobilitätsbehinderten Personen und Eltern mit Kinderwagen der Zugang zur Bahn ermöglicht. Diesen Kunden gewährt ein Einstieg pro Fahrzeugseite mit fixin-stallierter Klapprampe, den Zugang zum Fahrzeug. Wenige Meter von diesem Einstieg entfernt befindet sich das im Fahrzeug vollintegrierte Rollstuhl- und Kinderwagenabteil. Die neuen Züge sind mit rollstuhlgängigen WC’s (mit geschlossenem Kreislauf) und einem Wickeltisch ausgerüstet. Eine absolute Premiere für ein Fahrzeug im Regionalverkehr, dürfte die eingebaute Intrain-Versorgung für besseren Mobiltelefonempfang sein. Eine weitere Innovation für ein Normalspurfahrzeug ist das eingebaute Fahrgastinformationssystem (Visi-Web ), welches zusätzliches zu den betrieblichen Daten des Railvox-Systems (bekannt von den IC-Neigezügen) via Richtstrahl Informationen in das Fahrzeug sendet. Bei allen Installationen und Gestaltungselementen standen die daraus entstehenden oder möglicherweise einzusparenden Unterhaltskosten im Vordergrund. Die RM hofft mit dem Fahrzeug neue Akzente im Bereich des Regional- und S-Bahnverkehrs zu setzen und mit dem GTW ein gutes Argument im Wettbewerb Strasse-Schiene in der Hand zu haben. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herr Peter Spuhler, CEO, Telefon: 071 / 626 21 41, Fax: 071 / 626 20 28
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