04.01.05
Stadler Rail Group übernimmt Standort in Bayern
Um die Marktpräsenz in Deutschland auszubauen übernimmt die Stadler Rail Group den Standort der sich seit Anfang des Jahres 2001 in Insolvenz befindli-chen PFA Partner für Fahrzeugausstattung in Weiden. Nach der Übernahme des ehemaligen Adtranz Werkes in Berlin im Jahr 2000 engagiert sich die Stadler Rail Group nun in Bayern und damit im interessanten süddeutschen Markt. Um das seit Mitte 2004 inaktive Werk wieder hoch zu fahren, hat die Stadler Rail Group entschieden, sich in einer ersten Phase primär auf Instandhaltungsaufträge zu konzentrieren, um gleichzeitig die Voraussetzungen für den Bau von Neufahrzeu-gen in Weiden zu schaffen. Setzt sich Stadler wie geplant am Markt durch, wird ab Mitte 2006 in der zweiten Phase der Standort gemäss Planung auf 200-250 Mitar-beiter ausgebaut.
Die Stadler Rail Group konnte sich in den letzten Jahren in Deutschland gut im Markt etablieren. Mit der Stadler Pankow GmbH verfügt Stadler im Nordosten Deutschlands, in der Hauptstadt Berlin, über ein gut ausgelastetes Werk. Aufgrund der guten Positionierung der Stadler Produkte im Regional- und S-Bahnverkehr möchte die Stadler Rail Group verstärkt an Ausschreibungen in Süddeutschland partizipieren. Der traditionsreiche und auch moderne Standort Weiden im Nordosten Bayerns bietet optimale Voraussetzungen für die Realisierung dieses Zieles. Der Entscheidung von Stadler, in Bayern zu investieren, ist auch darauf zurück zu führen, dass Bayern zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands gehört. Mit der Übernahme des Standortes Weiden übernimmt Stadler bereits zum dritten Mal eine von der Schließung bedrohte Produktionsstätte. Im Jahr 1997 das Werk Altenrhein in der Schweiz sowie im Jahr 2000 das ehemalige Werk der Adtranz in Berlin-Pankow, die sich beide erfolgreich im Markt etablieren konnten. Nach schwierigen Verhandlungen konnte am 30. Dezember 2004 mit dem Insolvenzverwalter der PFA und mit Zustimmung der involvierten Banken ein Vorvertrag unterzeichnet werden. Die Stadler Weiden GmbH ist in Gründung und Stadler plant in einer ersten Phase bis Mitte 2006, sich auf Revisions- und Umbauaufträge zu konzentrieren und an den bevorstehenden Ausschreibungen für den Bau von Neufahrzeugen teilzunehmen. Die Belegschaft wird in dieser Phase auf rund 50 Mitarbeiter aufgebaut. Für diese Zeit mietet Stadler die Infrastruktur und wird rund 2 Millionen € investieren. Stadler ist überzeugt, aufgrund seines gut positionierten Produktportfolios einige der angekündigten Ausschreibungen im Regional- und S-Bahnverkehr gewinnen zu können, die in einer zweiten Phase ab Mitte 2006 in Weiden beschäftigungswirksam werden. Dadurch wird es der Stadler Weiden GmbH ermöglicht, die Belegschaft auf einen Stand von 200 bis 250 Mitarbeiter auszubauen und die zu diesem Zeitpunkt vorgesehene Kaufoption der Produktionsstätten Weiden wahrzunehmen. Insgesamt sollen dann zusätzlich rund 12 Millionen € in Weiden investiert werden. Die Stadler Rail Group, der Systemanbieter von kundenspezifischen Lösungen im Schienenfahrzeugbau, umfasst neben der Stadler Bussnang AG, die Stadler Altenrhein AG in der Schweiz sowie die Stadler Pankow GmbH in Berlin. Gruppenweit werden insgesamt über 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die bekanntesten Fahrzeugfamilien der Stadler Rail Group sind der weltweit erfolgreiche Gelenktriebwagen GTW (342 verkaufte Züge), der Regio Shuttle RS1 (346 verkaufte Züge) und der FLIRT (102 verkaufte Züge). Erwähnenswert ist auch die Auftragserteilung Ende 2004 für die Strassenbahn in Bochum-Gelsenkirchen. Des weiteren stellt Stadler auch Reisezugwagen und dieselelektrische Lokomotiven her. Darüber hinaus ist Stadler der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herr Peter Spuhler, CEO und Inhaber Stadler Rail Group, Telefon: 0041(0)79 / 216 48 31, Fax: 0041 (0)71/626 20 28, Herr Thomas Clasen, Geschäftsführer der künftigen Stadler Weiden GmbH, Telefon: ++49 (0) 961 634 66-0
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