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28.03.06

Geschäftsabschluss 2005 und Neustrukturierung Stadler Rail Group

Die Stadler Rail Group kann erneut auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2005 zurückblicken. Der konsolidierte Umsatz konnte auf 603 Millionen Franken gesteigert werden und die Anzahl Mitarbeiter von Anfang 2005 von 1100 auf 1650. Stadler konnte weitere Markterfolge mit dem FLIRT und dem GTW verbuchen. Mit dem FLIRT setzte sich Stadler Rail bei der SBB für den Einsatz Tessin/Lombardei und Elsass, in Deutschland, Ungarn und in Algerien erfolgreich gegen starke internationale Konkurrenz durch. Mit dem Gelenktriebwagen gewann Stadler Rail in der Schweiz, Holland und der Hauptstadt von Texas (Austin) weitere Ausschreibungen.

Der konsolidierte Umsatz für das Jahr 2005 übersteigt mit 603 Millionen Franken den erwarteten Umsatz für Jahr 2006 von 500 Millionen um 20%. Im Vergleich zum Vorjahr (556 Millionen Franken) konnte die Stadler Rail Group den Umsatz um gut 40 Mio. CHF steigern. Die Auslastung der fünf Stadler-Werke ist bis auf Stadler Weiden GmbH im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Beim EBIT ist Stadler Branchenführer. Das konsolidierte verzinsliche Fremdkapital liegt per Ende 2005 bei CHF 18 Millionen. Für das Jahr 2006 rechnet Stadler mit einem Bestellungseingang von 600 sowie einem Umsatz von rund 740 Millionen Franken. Die Anforderungen des Bahnbetreibers und Passagiers stehen bei Stadler im Mittelpunkt, deshalb hat Stadler auch letztes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag in die Neu- und Weiterentwicklung von Fahrzeugen investiert und für die Verbesserung von Produktionsabläufen rund 22 Mio. CHF (21.5) eingesetzt. Für das Jahr 2006 sind entsprechende Investitionen von rund 30 Mio. CHF (28.2 Mio. CHF) geplant. Die Zahl der Mitarbeiter konnte dank der guten Auslastung und den neuen Standorten (Winterthur und Weiden) im Vergleich zum Vorjahr um 50% erhöht werden (300 neue Stellen, 250 durch Übernahmen gesichert). Damit beschäftigte die Stadler Rail Group Ende 2005 an den fünf Standorten Bussnang (inklusive Stadler Stahlguss AG), Altenrhein, Winterthur, Weiden und Pankow insgesamt knapp 1650 Mitarbeiter (Vorjahr 1100), davon rund 50 Lehrlinge. Für das Jahr 2006 wird mit einem weiteren leichten Anstieg auf knapp 1800 Mitarbeitende gerechnet. Alle Standorte der Stadler Rail Group haben zur markanten Ergebnisverbesserung beigetragen. Zur Umsatzsteigerung haben insbesondere die Aufträge für die THURBO AG, die Schweizerische Bundesbahnen SBB (Stadtbahn Zug, S-Bahn Basel inkl. Wiesental) und 12 Regio-Shuttles RS1 für Deutschland beigetragen. Das traditionelle Nischengeschäft (tailor made) hat nebst dem Ersatz- und Servicegeschäft mit der Aufträgen für die SNCF (Französische Staatsbahn), für die Matterhorn-Gotthardbahn (MGB), die Rhätische Bahn (RhB), für die Zentralbahn zur guten Auslastung und Diversifikation beigetragen. Markterfolge: Der FLIRT, für den S-Bahnbereich konzipiert, hat sich als neuer Verkaufsschlager der Stadler Rail Group durchgesetzt. Seit dem erfolgreichen Roll-Out des 1. FLIRT am 4. Juni 2004 bis heute wurden im In- und Ausland Ausschreibungen über 249 FLIRT-Züge gewonnen. Besonders freut sich Stadler auch über den weiteren grossen Exporterfolg für die Algerische Staatsbahn, eine Lieferung von 64 FLIRT für die S-Bahn Algier. Bis anhin hat Stadler noch keine Ausschreibung, bei welcher sie mit dem FLIRT angetreten ist, verloren. Die Anzahl der verkauften Gelenktriebwagen GTW hat sich auf 393, dank Aufträgen aus Holland, USA, Schweiz und Italien, erhöht. Des Weiteren konnte Stadler Pankow nebst der kontinuierlichen Produktion und Entwicklung des Regio Shuttle (Euronorm 3), sich mit dem FLIRT für das Ruhr-Sieg-Netz, das Teutoburger-Wald-Netzes, die Ostseeküste durchsetzen und zwei weitere Strassenbahnaufträge in München und Nürnberg für sich entscheiden. Strategie und Organisation: Trotz dem nach wie vor anhaltenden Restrukturierungs- und Konzentrationsprozess in der Schienenfahrzeugbranche konnte Stadler weitere Marktanteile dazugewinnen. Dies ist auf die klare strategische Ausrichtung auf die Segmente Regional-, S-Bahn sowie Strassenbahn zurückzuführen. Dank dem gut eingeführten Produktportfolio erwartet die Gruppenleitung für die nächsten Jahre ein weiteres kontinuierliches Wachstum speziell auch in den internationalen Märkten. Dabei stehen die Anforderungen der Kunden bei den Fahrzeugfamilien oder den Nischenprodukten im Mittelpunkt. Um den gesteigerten Markt- und Abwicklungsanforderungen gerecht zu werden, hat sich die Stadler Rail organisatorisch neu ausgerichtet. Stadler Rail wird neu als konsequente Länderorganisation mit 3 Divisionen geführt. Der Division Schweiz steht Peter Spuhler als CEO vor. Die Division Deutschland unter der Leitung von Michael Daum als CEO umfassen die Stadler Pankow GmbH in Berlin, sowie den Standort Velten in Brandenburg und Weiden in Bayern. Jürg Gygax leitet die Divi-sion International. Die einzelnen Divisionen Schweiz, Deutschland und International verfügen über eine grösstmögliche Autonomie bei klarer Budgetverantwortung. Den drei Divisionen steht eine Gruppenleitung mit folgenden Personen vor: Peter Spuhler, Group CEO / CEO Division Schweiz; Michael Daum, Deputy Group CEO / CEO Division Deutschland; Jürg Gygax, Executive Vice President International / CEO Division International; Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing and Sales; Hansruedi Geel, Group CFO. Vor zwei Jahren hat sich der Alleinaktionär Peter Spuhler entschieden, schrittweise 10% der Aktien der Stadler Gruppe über einen Mitarbeiterbeteiligungsplan an das Kader abzugeben. Dadurch werden die tragenden Mitarbeiter in die unternehmerische Verantwortung eingebunden und partizipieren als Miteigentümer am Erfolg der Stadler Rail Group mit. Um für die Zukunft weitere Optionen offen zu halten, hat sich Peter Spuhler entschieden, Capvis als unabhängigen externen Eigenkapitalpartner mit einem 20% Anteil im Aktionariat zu integrierien. Capvis ist das führende Private Equity Haus in der Schweiz und verfügt über eine breite und langjährige Erfahrung in der Entwicklung von mittelständischen Unternehmen. Als professioneller Mitaktionär soll Capvis die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens unterstützen. Peter Spuhler wird weiterhin als starker Mehrheitsaktionär (70%) die Stadler Rail Group operativ führen. Für die diesjährige Aktionärsversammlung vom 21. April 2006 sind einige Veränderungen im Verwaltungsrat der Stadler Rail geplant. Die Mitglieder Pierino Piffaretti, Heinz Cronimund und Dr. Wolfram Martinsen treten nach langjähriger treuer Arbeit aus dem Verwaltungsrat zurück. Designiert für den Verwaltungsrat sind Friedrich Merz und Dr. Alexander Krebs. Friedrich Merz ist Rechtsanwalt in der Anwaltssozietät Mayer, Brown, Rowe, & Maw LLP, Berlin/Frankfurt/Köln. Dr. Alexander Krebs ist Partner und Chairman der Capvis Equity Partners AG. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herr Peter Spuhler, Group CEO und Inhaber Stadler Rail, Telefon: 071/626 20 34, Fax: 071/626 20 28, Herr Michael Daum, Deputy Group CEO und CEO Deutschland Stadler Rail, 0049 (0)30 91 91 15 00

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