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27.09.02

Ein FLIRT für die Stadt Zug und die S-Bahn Basel

Die SBB haben an Ihrer Verwaltungsratsitzung vom 26. September 2002 der Firma Stadler Bussnang AG den Zuschlag über 42 Niederflurpendelzüge für die Stadtbahn Zug und die S-Bahn Basel erteilt. Das Gesamtvolumen für die erste Tranche von 42 Fahrzeugen beläuft sich auf 330 Millionen Schweizer Franken Im Vertrag sind mehrere Optionen für bis zu weiteren 100 Fahrzeugen vorgesehen. Die Stadler Bussnang AG hat sich in dieser internationalen Ausschreibung gegen eine harte in- und ausländische Konkurrenz durchsetzen können. Für Stadler ist dieser Auftrag von grosser strategischer Bedeutung und erhöht die Marktpräsenz mit einer weiteren Produktefamilie neben dem erfolgreichen Gelenktriebwagen GTW. Dieser wurde über 300 Mal weltweit verkauft. Die Ablieferung der neuen Triebzüge ist ab Herbst 2004 für die Stadtbahn Zug und ab Mitte 2005 für die S-Bahn Basel vorgesehen. Nicht zu vergessen ist aber die Tatsache, dass mit diesem Entscheid weiterhin Schienenfahrzeuge „Made in Switzerland“ für die SBB produziert werden, beträgt doch der Schweizer Fertigungs- und Wertschöpfungsanteil beim „FLIRT“ mehr als 90 Prozent.

Dem Verwaltungsratsentscheid ging eine aufwendige Evaluation im Rahmen einer internationalen Ausschreibung der SBB für ein neues Regional/S- Bahn Fahrzeug (NRF) voraus. Die SBB beabsichtigt in der Mittelfristplanung bis 140 solcher Triebzüge zu beschaffen. Sie sollen mittelfristig die Nahverkehrspendelzüge (NPZ) ersetzten. Für die S-Bahn Zug sind 12 Triebzüge vorgesehen. Um auf der stark befahrenen Gotthardachse neben den Personen- und Güterzügen eine Stadtbahn Zug betreiben zu können, benötigt die SBB ein Fahrzeug mit sehr hoher Leistung. Das selbe Fahrzeugkonzept kommt auch für die S-Bahn Basel zum Einsatz. Vor einigen Monaten hat die SBB eine internationale Ausschreibung im Süddeutschen Raum über die Wiesentalstrecke gegen mehrere Betreiber gewinnen können. Diese Strecke ist auch ein Teil der S-Bahn Basel, die neben Strecken in Deutschland auch solche in Frankreich umfassen wird. Für den S-Bahn-Verkehr von Basel nach Frankreich besteht eine feste Option über weitere 12 Triebzüge, welche als Zweifrequenzausführung konzipiert sind. Die neuen Züge der Stadler Bussnang AG vom Typ „FLIRT“ (Flinker Leichter Innovativer Regional-Triebzug) werden ab Herbst 2004 auf dem Netz der SBB zum Einsatz kommen. Bereits im Jahre 2001 begann Stadler mit der Entwicklung des neuen Trieb-zugkonzeptes. Dazu Peter Spuhler, CEO und Inhaber der Stadler Rail AG: „Nach eingehenden Marktuntersuchungen haben wir erkannt, dass im Regionalverkehr neben unserem bewährten Gelenktriebwagen GTW 2/6 ein weiteres Fahrzeug für den S-Bahn- und Vorortsverkehr benötigt wird. Auf Grund dieser Erkenntnisse haben wir mit der Entwicklung des „FLIRT“ begonnen“. Es freut uns ausserordentlich, dass die SBB uns das Vertrauen entgegengebracht und sich für diesen Fahrzeugtyp entschieden haben. Der Regionalverkehr der SBB wird aufgewertet um ein zukunftsträchtiges und für den Passagier attraktives Fahrzeug. Beim Regionalfahrzeug (NRF) der SBB handelt es sich um einen 4-teiligen Elektrotriebzug mit durchgehendem Niederflurfussboden. Besonderes Augenmerk wurde auf den Fahrgastwechsel gelegt: acht grosszügige Einstiegstüren und ein Fussboden abgestimmt auf die Normbahnsteighöhe der SBB garantieren einen schnellen Fahrgastwechsel. Die Forderungen aus dem neuen Behindertengesetz wurden vollumfänglich umgesetzt. Der neue Triebzug hat aber auch ein beträchtliches Exportpotential. Stadler will den FLIRT auch in einer dieselelektrischen und 3kV-Version auf den Markt bringen. Die Stadler Rail Group, der Schweizer Systemanbieter von individuellen Lösungen im Schienenfahrzeugbau, umfasst neben der Stadler Bussnang AG, die Stadler Altenrhein AG, und die Stadler Pankow GmbH, in Berlin. Gruppenweit werden insgesamt ca. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Neben den Regionaltriebwagen GTW, von dem bis jetzt in elektrischer und dieselelektrischer Ausführung 325 Stück verkauft wurden, und dem Regio Shuttle RS1 mit 265 verkauften Exemplaren, stellt die Stadler Gruppe Reisezugwagen und dieselelektrische Lokomotiven her. Darüber hinaus ist Stadler weltweit der einzige Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen und führt auch Modernisierungen und Umbauten von Schienenfahrzeugen durch. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Herrn Peter Spuhler Telefon: 071 / 626 21 41 Fax: 071 / 626 20 28

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